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Handwerk
Inhouseads Redaktion
Aktualisiert am
18. Oktober 2026
·
ca. 8 Min.
Lesezeit

✦ KURZANTWORT
Wer in der Nähe nach einem Fachbetrieb sucht, sieht oft zuerst die Karte bei Google – und dort das Unternehmensprofil. Dieser Ratgeber zeigt, wie Handwerksbetriebe das Profil einrichten, Einzugsgebiet und Leistungen sauber hinterlegen und es mit wenig Aufwand aktuell halten.
Für viele Kunden beginnt die Suche nach einem Elektriker, Dachdecker oder Heizungsbauer nicht auf Ihrer Website, sondern direkt bei Google: „Heizungsbauer in der Nähe“ oder „Elektriker“ plus Ortsname. Was dort erscheint, stammt aus dem Google-Unternehmensprofil. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie es anlegen, welche Angaben Google erwartet und welche Fehler Sie vermeiden sollten. Schritte und Regeln stammen aus der Google-Unternehmensprofil-Hilfe (Stand Oktober 2026), Menüs ändert Google gelegentlich.
Was das Google-Unternehmensprofil für Handwerksbetriebe leistet
Das Profil ist der Eintrag Ihres Betriebs, der neben den Suchergebnissen, im lokalen Kartenblock und in Google Maps erscheint. Interessenten sehen dort auf einen Blick, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten, wie Sie erreichbar sind und was frühere Kunden sagen.
Wie Google lokale Ergebnisse ordnet, beschreibt die Hilfeseite Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern. Sie nennt drei Hauptfaktoren:
Relevanz: wie gut das Profil zur Suchanfrage passt. Vollständige und korrekte Angaben helfen Google bei der Zuordnung.
Entfernung: wie weit der Betrieb von der suchenden Person oder vom gesuchten Ort entfernt ist.
Bekanntheit: wie bekannt der Betrieb ist, unter anderem anhand von Rezensionen, Bewertungen und Verweisen von anderen Websites.
Laut derselben Seite lässt sich ein besseres lokales Ranking weder beantragen noch kaufen. Beeinflussen können Sie vollständige Angaben, echte Bewertungen und ein gepflegtes Profil. Das Profil ersetzt keine Website, es führt aber zu ihr: Wer auf „Website“ tippt, sollte eine Seite finden, die Leistungen und Kontaktweg klar zeigt. Worauf es dabei ankommt, fasst der Website-Check für Handwerksbetriebe zusammen.
Profil einrichten und bestätigen: die Schritte laut Google-Hilfe
Profil anlegen oder vorhandenen Eintrag übernehmen
Prüfen Sie zuerst in Google Maps, ob es bereits einen Eintrag Ihres Betriebs gibt. Laut der Hilfeseite Unternehmensprofil hinzufügen oder Anspruch darauf erheben gehen Sie so vor:
Rufen Sie business.google.com/add auf und klicken Sie auf „Unternehmen zu Google hinzufügen“.
Tragen Sie die Angaben zu Ihrem Betrieb nach der Anleitung auf dem Bildschirm ein.
Wählen Sie eine Bestätigungsoption und folgen Sie der Anleitung.
Gibt es schon einen unbestätigten Eintrag, suchen Sie ihn in Google Maps nach Name und Ort und wählen Sie „Inhaberschaft für dieses Unternehmen geltend machen“. Ist er bereits bestätigt, können Sie die Inhaberschaft beim aktuellen Inhaber beantragen.
Nutzen Sie ein Google-Konto des Betriebs, nicht das private Konto eines Mitarbeiters. Weitere Personen lassen sich nach der Bestätigung als Inhaber oder Administratoren hinzufügen.
Bestätigung: Methoden und Fristen
Welche Methoden angeboten werden, legt Google laut der Hilfeseite Unternehmen bei Google bestätigen automatisch fest. Möglich sind:
Live-Videoanruf: von Google empfohlen, sofern verfügbar. Sie zeigen per Kamera den Standort und Belege, dass Sie den Betrieb führen, etwa Straßenschild, Schlüssel oder Arbeitsbereiche. Nur während der Öffnungszeiten möglich.
Telefon oder SMS: Der Code geht an die geschäftliche Telefonnummer. Ein Anruf muss persönlich angenommen werden, nicht von einer Ansage.
E-Mail: wenn Sie Zugriff auf die angezeigte Adresse haben.
Postkarte: ein fünfstelliger Code an die Unternehmensadresse, nicht für alle Unternehmen verfügbar. Die Karte kommt laut Google meist innerhalb von 14 Tagen an, der Code läuft nach 30 Tagen ab.
Zwei Hinweise aus der Hilfe sind besonders praktisch: Ändern Sie während einer laufenden Postkarten-Bestätigung weder Name noch Adresse noch Kategorie und fordern Sie keinen neuen Code an, weil der alte sonst ungültig wird. Und geben Sie den Code niemandem weiter, Google fragt nie danach. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger.
Kategorien, Leistungen und Einzugsgebiet festlegen
Kategorien: wenige, aber genau
Die Hauptkategorie beschreibt, was Ihr Betrieb ist, nicht was er zusätzlich anbietet. Die Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google empfehlen den Test „Dieses Unternehmen IST …“ statt „Dieses Unternehmen HAT …“ sowie möglichst wenige, möglichst spezifische Kategorien für das Kerngeschäft. Ein SHK-Betrieb mit Schwerpunkt Heizung wählt also die passende Fachkategorie als Hauptkategorie und ergänzt nur echte weitere Schwerpunkte.
Leistungen: das Angebot in Kundensprache
Über „Dienstleistungen bearbeiten“ wählen Sie vorgeschlagene Leistungen aus oder legen eigene an. Die Vorschläge richten sich laut Google-Hilfe zu Dienstleistungen nach Ihrer Kategorie, für einen Sanitärbetrieb erscheinen etwa Installationen und Reparaturen. Eigene Leistungsnamen dürfen keine Preise, Telefonnummern oder personenbezogenen Daten enthalten, sonst lehnt Google sie automatisch ab. Beschreibung und Preis sind optional.
Formulieren Sie Leistungen so, wie Kunden suchen: „Heizungstausch“, „Badsanierung“, „Wallbox-Installation“, „Dachfenster einbauen“. Ein bis zwei Sätze Beschreibung sagen, für wen die Leistung gedacht ist und was dazugehört.
Einzugsgebiet für Betriebe ohne Ladengeschäft
Die meisten Handwerksbetriebe arbeiten beim Kunden. Empfangen Sie an Ihrer Adresse keine Kunden, sehen die Richtlinien vor, die Adresse auszublenden und stattdessen ein Einzugsgebiet anzugeben, ausdrücklich auch bei einem Betrieb, der von der Privatadresse aus geführt wird. Mit Ausstellung oder Büro mit Kundenverkehr gelten Sie als Hybridunternehmen und dürfen Adresse und Einzugsgebiet zeigen, sofern Beschilderung und Personal während der Öffnungszeiten vorhanden sind.
Laut der Hilfeseite Einzugsgebiete verwalten gilt außerdem:
Sie geben Städte, Postleitzahlen oder Regionen an, einen Radius um den Standort gibt es nicht.
Möglich sind bis zu 20 Einzugsgebiete.
Die Grenze des gesamten Gebiets sollte etwa zwei Autostunden vom Standort nicht überschreiten.
Änderungen können bis zu 48 Stunden brauchen, bis sie freigegeben sind.
Tragen Sie nur Orte ein, in denen Sie Aufträge tatsächlich annehmen, sonst sagen Sie Anfragen wegen der Anfahrt wieder ab.
Öffnungszeiten, Telefonnummer und einheitliche Kontaktdaten (NAP)
Bei den Öffnungszeiten lohnt ein genauer Blick in die Richtlinien: Unternehmen, die ausschließlich nach Vereinbarung arbeiten, sollen keine Öffnungszeiten angeben. Haben Sie feste Bürozeiten, in denen Sie telefonisch erreichbar sind oder Kunden empfangen, tragen Sie diese ein und pflegen Sie Feiertage und Betriebsferien als Sonderöffnungszeiten.
Als Telefonnummer verlangt Google eine Nummer, unter der der Standort direkt erreichbar ist und die der Betrieb selbst verwaltet. Weiterleitungsnummern, die nicht direkt verbinden, und Sonderrufnummern sind nicht zulässig. Als Website darf keine Weiterleitungs-URL stehen, die etwa auf eine Social-Media-Seite umleitet.
NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer (englisch: Name, Address, Phone). Diese Angaben sollten überall gleich lauten: im Google-Profil, im Impressum Ihrer Website, in Branchenverzeichnissen, auf Fahrzeugen und Briefpapier. Google verlangt selbst, den Namen so zu verwenden, wie er offline und auf der Website erscheint.
Fotos, Beiträge, Kundenfragen und Bewertungen pflegen
Fotos
Laut Google-Hilfe zu Fotos und Videos gelten diese Anforderungen: JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel, mindestens 250 × 250 Pixel. Fotos sollen scharf, gut ausgeleuchtet und nicht stark bearbeitet sein. Laden Sie neben Logo und Titelbild eigene Projekt-, Team- und Fahrzeugfotos hoch und holen Sie das Einverständnis ein, wenn Personen oder erkennbare Häuser zu sehen sind.
Beiträge
Mit Beiträgen veröffentlichen Sie Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen direkt im Profil, zum Beispiel freie Wartungstermine vor der Heizsaison oder einen Tag der offenen Tür. Laut Google-Hilfe zu Beiträgen werden Beiträge ohne angegebenen Zeitraum nach sechs Monaten archiviert, sie lassen sich planen und wiederholen. Ein Rhythmus, den Sie halten können, etwa ein Beitrag im Monat, ist besser als viele Beiträge zum Start und danach Stille.
Kundenfragen
Die frühere Funktion „Fragen und Antworten“ hat Google laut Fachmedien wie BrightLocal eingestellt und schrittweise durch KI-gestützte Antworten in Google Maps ersetzt, die aus Profilangaben und Rezensionen erzeugt werden (Stand des Berichts: April 2026). Typische Fragen zu Einzugsgebiet, Notdienst, Wartezeit oder Ablauf sollten deshalb in Beschreibung, Leistungen und auf Ihrer Website klar beantwortet sein.
Bewertungen beantworten
Antworten können Sie nur in einem bestätigten Profil, laut Google-Hilfe zu Kundenrezensionen über „Rezensionen lesen“ und „Antworten“. Google prüft Antworten meist innerhalb von zehn Minuten. Die Hilfeseite Tipps für mehr Rezensionen empfiehlt kurze, freundliche Antworten ohne Verkaufsangebote. Bei Kritik: keine privaten Daten nennen, nicht persönlich werden, eine Klärung anbieten. Regelkonforme Wege zu mehr Bewertungen und Antwortmuster finden Sie im Ratgeber Bewertungen sammeln im Handwerk.
Häufige Fehler im Unternehmensprofil
Der bekannteste Regelverstoß betrifft den Namen. Laut den Richtlinien gehört nur der tatsächliche Unternehmensname hinein, so wie er auf Schild, Website und Rechnungen steht. Nicht erlaubt sind unter anderem Marketingslogans, Telefonnummern, URLs, Produkt- oder Dienstleistungsbezeichnungen und Ortszusätze. Aus „Beispiel Haustechnik – Heizung Sanitär Notdienst 24h Musterstadt“ wird also „Beispiel Haustechnik“. Solches Keyword-Stuffing im Namen verstößt gegen die Richtlinien.
Bereich | Was eintragen | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
Unternehmensname | Name wie auf Schild, Website und Rechnung | Leistungen, Orte oder Slogans im Namen |
Hauptkategorie | Die spezifischste Kategorie für das Kerngeschäft | Viele Nebenkategorien als Keyword-Ersatz |
Leistungen | Konkrete Leistungen in Kundensprache, kurz beschrieben | Preise oder Telefonnummern im Leistungsnamen |
Adresse und Einzugsgebiet | Ohne Kundenverkehr: Adresse ausblenden, Orte oder Postleitzahlen eintragen | Privatadresse sichtbar, Gebiet weit über zwei Autostunden |
Telefonnummer | Direkt erreichbare Nummer des Betriebs | Weiterleitungs- oder Sonderrufnummer |
Öffnungszeiten | Bürozeiten, Feiertage als Sonderöffnungszeiten | Zeiten trotz reinem Terminbetrieb, vergessene Betriebsferien |
Website | Eigene Seite mit Leistungen und Kontaktweg | Weiterleitungs-URL auf ein Social-Media-Profil |
Rezensionen | Kurze, freundliche Antworten ohne private Daten | Kritik ignorieren oder öffentlich streiten |
Ebenfalls häufig: zwei Profile für denselben Standort (erlaubt ist eines), ein Zugang über das Konto eines ehemaligen Mitarbeiters und ein Profil, das nach der Einrichtung niemand mehr öffnet.
Checkliste: Google-Unternehmensprofil einrichten und pflegen
Einrichtung
Prüfen, ob schon ein Eintrag existiert, und diesen übernehmen statt neu anlegen
Profil mit einem Betriebskonto anlegen, zweite Person als Inhaber oder Administrator hinzufügen
Bestätigung abschließen, bei Postkarte nichts an Name, Adresse oder Kategorie ändern
Name exakt wie auf Schild und Website, ohne Zusätze
Hauptkategorie nach dem Test „Dieses Unternehmen IST …“ wählen
Leistungen in Kundensprache anlegen und kurz beschreiben
Ohne Kundenverkehr: Adresse ausblenden, Einzugsgebiet mit Orten oder Postleitzahlen festlegen
Direkt erreichbare Telefonnummer und eigene Website eintragen
Laufende Pflege
Wöchentlich: neue Rezensionen lesen und beantworten
Monatlich: neue Projektfotos hochladen und einen Beitrag veröffentlichen
Vor Feiertagen und Betriebsferien: Sonderöffnungszeiten eintragen
Einmal im Jahr: Name, Adresse und Telefonnummer in Profil, Impressum und Verzeichnissen abgleichen
Fazit
Das Google-Unternehmensprofil ist einer der direktesten Wege in die lokale Suche. Es braucht vor allem Sorgfalt: korrekte Angaben nach Googles Richtlinien, ein realistisches Einzugsgebiet und Pflege, die in den Alltag passt. Wie das Profil mit Empfehlungen, Website und Anzeigen zusammenspielt, zeigt der Vergleich Neukunden gewinnen im Handwerk, den Gesamtrahmen beschreibt der Leitfaden Online-Marketing für Handwerksbetriebe. Wenn Sie zusätzlich planbare Anfragen über Anzeigen und eine passende Landingpage aufbauen möchten, finden Sie auf der Seite Marketing für Handwerksbetriebe einen Überblick, wie Inhouseads dabei unterstützt.
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Ja. Betriebe, die ausschließlich beim Kunden arbeiten, führt Google als Unternehmen ohne festen Standort. Die Adresse wird dann nicht öffentlich angezeigt, stattdessen sehen Suchende die Orte oder Postleitzahlen, in denen Sie tätig sind. Eine Privatadresse muss so nicht im Netz stehen.
+
Das hängt von der Bestätigungsmethode ab. Video, Telefon oder E-Mail gehen meist schneller als die Postkarte, die laut Google in der Regel innerhalb von 14 Tagen ankommt. Danach prüft Google bis zu fünf Arbeitstage. Planen Sie also einige Tage bis wenige Wochen ein.
+
Ja, nach der Bestätigung lassen sich weitere Personen als Inhaber oder Administratoren hinzufügen. Behalten Sie die Inhaberschaft selbst im Betrieb und vergeben Sie für Dienstleister Administratorrechte. Den Bestätigungscode sollten Sie laut Google auch an verwaltende Personen nicht weitergeben.
+
Ist der Eintrag schon bestätigt, etwa durch einen früheren Mitarbeiter oder einen ehemaligen Dienstleister, können Sie über Google die Inhaberschaft beim aktuellen Inhaber beantragen. Regeln Sie den Zugang am besten schon beim Ausscheiden eines Mitarbeiters oder beim Wechsel eines Dienstleisters, damit Ihr Betrieb jederzeit selbst über das Profil verfügt.
Inhouseads Redaktion
Die Redaktion schreibt aus der täglichen Arbeit an Kampagnen, Landingpages, Recruiting und Content für Photovoltaik-, Wärmepumpen- und Handwerksbetriebe in Deutschland. Jeder Artikel wird von den Spezialisten des jeweiligen Bausteins fachlich geprüft.


